Vier Jahre Förderprogramm Gemeinwesenarbeit in Hessen

Deutschlandweit einmaliges Förderprogramm für Gemeinwesenarbeit in Hessen feiert Erfolge

Das Programm zur „Förderung von Gemeinwesenarbeit in Stadtteilen/Quartieren mit besonderen sozialen und integrationspolitischen Herausforderungen“ der Hessischen Landesregierung schaut dieses Jahr auf vier erfolgreiche Jahre zurück und feierte dies am 15. Juni 2019 gemeinsam mit Akteur_innen aus den Förderstandorten und Interessierten in Frankfurt am Main. Mit dem Förderprogramm konnte in zahlreichen Kommunen Hessens Gemeinwesenarbeit (GWA) erfolgreich etabliert oder ausgebaut werden.

Die Veranstaltung gab allen Mitwirkenden die Möglichkeit, zu präsentieren, was in den Stadtteilen und somit in ganz Hessen erreicht wurde. „Die Landesregierung hatte für das Landesprogramm zunächst 1,8 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Summe wurde angesichts des bestehenden Bedarfs und der erfolgreichen Umsetzung durch die Kommunen inzwischen auf jährlich 4,5 Mio. € erhöht. Derzeit werden mit diesen Mitteln 50 Förderstandorte mit insgesamt rund 350 Maßnahmen finanziert“, erläuterte Axel Cremer, Abteilungsleiter Soziales des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration bei der Begrüßung der Gäste.

„Das Programm investiert in die Menschen vor Ort, und versteht die Bewohner_innen als die Expert_innen ihrer Lebenswelt. So kann Gemeinwesenarbeit zur Verbesserung der Lebenslagen in benachteiligten Stadtteilen beitragen und die Teilhabe der Bewohner_innen an Veränderungsprozessen ermöglichen“, sagte Martin Weichlein, Vorstandsmitglied der LAG Soziale Brennpunkte Hessen im Rahmen der Begrüßung. „Wir sind stolz, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit der hessischen Landespolitik dieses Förderprogramm zu realisieren und nun auf vier erfolgreiche Jahre zurückblicken zu können“, so Weichlein.

Ein vielfältiges Bühnenprogramm würdigte gleichermaßen die Meilensteine des Förderprogramms sowie gute Beispiele der Arbeit von geförderten Standorten. Raum für Information und Austausch gab der Markt der Möglichkeiten, auf dem 19 Förderstandorte detaillierte Einblicke in die Herausforderungen und Erfolge ihrer Arbeit gaben. „Die Dynamik, die bei uns vor Ort entstanden ist, konnten wir gut aufnehmen und umsetzen. Auf dem Markt der Möglichkeiten kann man sehen, dass dies hessenweit auch in anderen Stadtteilen gelungen ist“, so Christiane Betz aus Maintal, Koordinatorin im Förderprogramm.

Die Förderung wird auf der Grundlage der am 07.09.2015 im Staatsanzeiger veröffentlichten „Richtlinie zur Förderung von Gemeinwesenarbeit in Stadtteilen/Quartieren mit besonderen sozialen und integrationspolitischen Herausforderungen“ umgesetzt. Die Landesregierung greift mit dieser Förderung von Gemeinwesenarbeit den Unterstützungsbedarf in Stadtteilen und Quartieren auf, die besondere Herausforderungen zu bewältigen haben und Integrationsleistungen für die gesamte Kommune erbringen. Ziel der Förderung ist es, die positive Entwicklung dieser Quartiere und Gebiete mit passgenauen, innovativen, sozialintegrativen Maßnahmen zu unterstützen und zu stärken.

Im kommenden Jahr geht das Programm in eine neue Förderrunde und ermöglicht es weiteren Kommunen und Landkreisen in Hessen, drängende Herausforderungen in ihren Quartieren anzugehen.

Umgesetzt wird dieses Förderprogramm vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration (HMSI). Die Landesarbeitsgemeinschaft Soziale Brennpunkte Hessen e.V. (LAG) bekleidet die Servicestelle im Förderprogramm. Sie hat sich für die Einrichtung eines solch wichtigen Förderprogramms zur Stärkung und zum Ausbau der Gemeinwesenarbeit in benachteiligten Quartieren im Rahmen des hessischen Sozialbudgets bereits seit mehreren Jahren eingesetzt. Im Förderprogramm unterstützt sie das Land, die Kommunen und alle am Programm beteiligten Akteur_innen. Ihre Hauptaufgaben sind Beratung bei der Beantragung und Umsetzung von Maßnahmen, Vernetzung und Erfahrungsaustausch, das Anbieten von Fortbildung sowie Qualitätssicherung und Öffentlichkeitsarbeit.

 

Präsentationen

 

 

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Förderung von Gemeinwesenarbeit in Hessen.

Mit der Koordinierungsstelle GWA, die im Rahmen der Richtlinie gefördert wird, unterstützt die LAG die Umsetzung und Weiterentwicklung der Gemeinwesenarbeit in Hessen. Das Angebot richtet sich an alle Akteur_innen, die mit Hilfe der Gemeinwesenarbeit die Lebensbedingungen in benachteiligten Stadtteilen und Quartieren verbessern möchten. Die LAG steht als Servicestelle u.a. für Beratung, Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch, Fortbildung und bei inhaltlichen Fragen rund um das Förderprogramm des Landes zur Verfügung.