Herausforderungen anpacken, sie formen, Lösungsideen schmieden – all das wollen wir gemeinsam in unserer Ideenschmiede 2020 tun.

2020 ist kein gewöhnliches Jahr. Auch unsere Arbeitswelten gestalten sich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie anders. Einige Herausforderungen in den Quartieren und im täglichen Arbeiten haben sich durch die coronabedingten Veränderungen noch weiter verstärkt. Andere Herausforderungen sind dazu gekommen.

Vom 20.-29.10.2020 wollen wir diese Herausforderungen im Sinne „heißer Eisen“ anpacken und gemeinsam neue Ideen in unserer GWA-Ideenschmiede schmieden.

Dazu haben wir zu den Herausforderungen, die Sie uns in den letzten Wochen genannt haben, 6 Werkstätten eigerichtet. In folgenden Werkstätten kann vom 20.-29.10 gearbeitet werden:

Werkstatt 1 „Gemeinwesenarbeit: Aktivierung und Zugang zu Bewohner_innen“
Werkstatt 2 „Gemeinwesenarbeit unter Corona-Bedingungen: Analoge Angebote gestalten“
Werkstatt 3 „Gemeinwesenarbeit unter Corona-Bedingungen: Digitale Angebote gestalten“
Werkstatt 4 „Gemeinwesenarbeit für Alle? Wie umgehen mit demokratiefeindlichen Tendenzen in der Bewohnerschaft?“
Werkstatt 5 „Gemeinwesenarbeit im Spannungsfeld: Wem gehört der öffentliche Raum?“
Werkstatt 6 „Gemeinwesenarbeit als Daueraufgabe! Lobbyarbeit vs. Drittmittelaquise?“

Bis zum 25.09.2020 können Sie sich in maximal zwei Werkstätten einwählen. Wählen Sie bitte die Werkstätten aus, in denen Sie vom 20.-29.10.2020 mit anderen Kolleg_innen aus Hessen das „heiße Eisen“ anpacken und neue Ideen schmieden möchten. Bitte nennen Sie unter „Kommentar“ Ihr Quartier/Ihre Institution.


Weiterer Ablauf

Ende September werden die Schmiede-Teams bekannt gegeben und nach den Herbstferien heißt es dann: Ran an die Eisen!

In der Zeit vom 20.-29.10.2020 arbeiten Sie in Kleingruppen gemeinsamen und selbstorganisiert an Ihren Herausforderung. Der zeitliche Aufwand der Kleingruppenarbeit soll insgesamt vier Zeitstunden nicht überschreiten.

Am 20.10. 2020 wird um 10 Uhr eine digitale Auftaktveranstaltung der GWA-Servicestelle stattfinden.

Am 29.10.2020 werden die Ergebnisse der einzelnen Schmiede-Teams in einer digitalen Abschlussveranstaltung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration präsentiert.

Wir freuen uns schon sehr darauf, mit Ihnen dieses neue digitale Austauschformat auszuprobieren!


 

Buchungen

Ticket-Typ Plätze
Werkstatt 1 „Gemeinwesenarbeit: Aktivierung und Zugang zu Bewohner_innen“
Gemeinwesenarbeit stellt die Bedürfnisse der Bewohnerschaft ins Zentrum des Handels und fördert Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne eines kollektiven Empowerments. Doch wie lässt sich das in der praktischen Arbeit vor Ort gestalten? Welche Strategien und Handlungsmöglichkeiten haben Gemeinwesenarbeiter_innen, um einen Zugang zur Bewohnerschaft zu finden, Vertrauen aufzubauen und Aktivierungsprozesse zu initiieren? Wie können auch verschlossene Zielgruppen erreicht werden? Antworten auf diese Fragen wollen wir in dieser Werkstatt finden.
n. a.
Werkstatt 2 "Gemeinwesenarbeit unter Corona-Bedingungen: Analoge Angebote gestalten"
Kontaktbeschränkungen, Hygienekonzept, Mund- und Naseschutz, Mindestabstand und Desinfektionsmittel. Das sind nur wenige der Wörter die uns seit dem Beginn der Corona-Pandemie dauerhaft begleiten. Die Frage die seither die Gemeinwesenarbeit dominiert ist: Wie können analoge Angebote sicher und für möglichst viele Bewohner_innen gestaltet werden?! Dieser Herausforderung wollen wir uns in dieser Werkstatt widmen.
Werkstatt 3 "Gemeinwesenarbeit unter Corona-Bedingungen: Digitale Angebote gestalten"
Digi…was? Gemeinwesenarbeit ist persönliches Begegnen, gemeinsam in einer Gruppe Dinge anpacken, Menschen treffen, das Quartier gemeinsam gestalten, Hilfen bündeln und natürlich noch viel viel mehr. Doch was ist Gemeinwesenarbeit wenn die persönlichen Begegnungen nicht mehr möglich sind? In den letzten Monaten haben wir aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erfahren müssen, was es heißt Menschen nicht mehr vor Ort treffen zu können. Doch Gemeinwesenarbeit wäre nicht Gemeinwesenarbeit wenn sie nicht zeitnah und zielgruppengerecht auf die neue Situation reagiert hätte. Auch im Hinblick auf evtl. wieder verschärfte Kontaktbeschränkungen im Herbst/Winter, wollen wir uns in dieser Werkstatt digitalen Möglichkeiten der Gemeinwesenarbeit widmen.
Werkstatt 4 "Gemeinwesenarbeit für Alle? Wie umgehen mit demokratiefeindlichen Tendenzen in der Bewohnerschaft?"
Gemeinwesenarbeit stellt die Bewohner_innen ins Zentrum des Handelns. Sie arbeitet mit allen Bewohner_innen im Stadtteil, respektiert deren Lebenswelt und stärkt die Handlungsfähigkeit der Menschen im Stadtteil. So die Theorie. Doch wie gehen Gemeinwesenarbeiter_innen im Alltag mit Bewohner_innen um, die demokratiefeindliche Werte vertreten, andere durch das absichtliche Nichteinhalten der Corona-Regeln gefährden oder extremistische Absichten vertreten? Nach Antworten auf diese Fragen soll in dieser Werkstatt gesucht werden.
Werkstatt 5 "Gemeinwesenarbeit im Spannungsfeld: Wem gehört der öffentliche Raum?"
Die Corona-Pandemie verstärkt wie unter einem Brennglas gesellschaftliche Herausforderungen. So zum Beispiel auch die Nutzer_innenkonflikte um den öffentlichen Raum. Wie geht man beispielsweise damit um, wenn feiernde Jugendliche den Kinderspielplatz für sich in Anspruch nehmen. Dieses Thema war vor der Corona-Pandemie virulent, ist es aktuell drängender denn je und wird auch nach der Corona-Pandemie ein wichtiges Handlungsfeld für Gemeinwesenarbeiter_innen bleiben. In dieser Werkstatt wollen wir Ideen schmieden, wie mit Nutzungskonflikten um öffentlichen Raum umgegangen werden kann und sollte.
Werkstatt 6 "Gemeinwesenarbeit als Daueraufgabe! Lobbyarbeit vs. Drittmittelaquise?"
Gemeinwesenarbeit ist in vielen Quartieren dauerhaft notwendig. Benachteiligte Quartiere übernehmen eine wichtige Funktion für die Gesamtstadt und Gemeinde. Sie tragen im Verhältnis mehr Lasten der Gesamteinheit und müssen aus diesem Grund angemessen in der Wahrnehmung ihrer Rolle unterstützt werden. In diesem Kontext kommt Gemeinwesenarbeiter_innen in diesen Quartieren eine wichtige Verantwortung zu. Doch wie werden sie dieser am besten gerecht? Drittmittel müssen akquiriert werden, andere Verantwortungsträger durch Lobbyarbeit für ihre Verantwortung sensibilisiert werden. In dieser Werkstatt sollen Ideen entwickelt werden, wie Gemeinwesenarbeit gelingende Lobbyarbeit leisten kann, ohne dabei ihre Finanzierungsgrundlage zu gefährden.